Bevor es losging
Bevor ich unsere Traumreise planen konnte, musste ich unsere Teenager-Söhne erst einmal für das Reiseziel begeistern. Also schnappte ich mir mein Tablet, rief ein paar Sommerimpressionen der Lofoten auf und hielt ihnen die Bilder unter die Nase. «Habt ihr Lust, hierhin mitzukommen?» – «Wow, so krass, dahin kommen wir sofort mit und nehmen Fotokamera und Drohne ins Gepäck!» Gesagt, getan. Wenig später machten wir uns gemeinsam mit dem Kontiki-Direktflug auf den Weg in den hohen Norden.
1. Mit der Fähre auf die Lofoten übersetzen
Abfahrt der Fähre ab Bodø war am Sonntag um 18.45 Uhr. Mindestens eine Stunde vorher dort sein und über acht Stunden Fahrzeit lagen vor uns. Für mich war klar: Jeglichen Stress vermeiden, unterwegs gemütliche Stopps einlegen und die Landschaft geniessen. Also peitschte ich meine Familie bereits um 06.00 Uhr aus den Betten.
Die vorbeiziehenden Landschaften waren so eindrücklich, dass wir immer wieder anhielten. Langsam wurden auch die Jungs auf den Rücksitzen unseres Mietwagens wach. Wegen des eher mässigen Wetters machten wir zwar weniger Stopps als geplant, erreichten Bodø dafür bereits am späten Nachmittag. Es blieb genügend Zeit für einen Stadtbummel, ein feines Glacé und einen frisch gebrühten Espresso im City Park. Am Fährhafen angekommen, war jedoch weit und breit keine Fähre zu sehen. Selbst zur eigentlichen Abfahrtszeit herrschte keine Bewegung. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wir hatten die Zeitverschiebung von Finnland komplett vergessen und unsere Uhren tickten noch immer falsch! Tatsächlich hätten wir mindestens eine Stunde länger schlafen können.